Ich probiers nochmal.
Beim Lesen der Antworten sind mir einige Themen aufgefallen, auf die ich eingehen möchte.
Kernthema ist immer wieder, der Club akzeptiere nur originale Sechzehnventiler. Weiße Blinker und andere Felgen seien ein faux pas. Wenn ich in unsere Satzung schaue, muss ich sagen, das stimmt nicht. Selbst unsere Satzung erlaubt reversible Veränderungen an Innenausstattung, Leuchten, Rädern und Reifen, solange sie stilistisch zum Auto passen. Zeitgenössisches Zubehör wie z.B. die SEC-Haube am Evo unseres Vorstands Finanzen werden laut Satzung ebenfalls akzeptiert. Weiterhin haben die Mitglieder beschlossen, dass auch weitergehende Veränderungen im Einzelfall akzeptiert werden können, wenn sie zum Fahrzeug passen. Auch die steht in der Satzung. Im Club gibt es neben dem SEC-Hauben-Evo auch noch einen auf AMG-Optik umgebauten 2.3-16, einen Evo mit 2.3-16 Kat Motor und einen 2.5-16 mit kompletter Evo II-Technik. Die weißen Blinker habe ich ebenso wenig gezählt wie die Evo II Felgen auf den Standard-Sechzehventilerm. Alles kein Problem, solange die Umbauten sauber ausgeführt werden und die Fahrzeuge in einem guten Wartungszustand dastehen. Die Mär von den weißen Blinkern, geht wahrscheinlich auf mich persönlich zurück. Mir gefallen sie einfach nicht. Und ich stichele gerne gegen weiße Blinker, fast mit wachsender Begeisterung

. Dass dies nicht 100% Ernst gemeint ist, kommt aber offenbar nicht rüber...
Ein anderer Punkt ist, dass wir viele 16V-Fahrer ausgrenzen würden. Das stimmt sogar teilweise. Die Clubmitglieder sind Mitglieder in einem Oldtimerclub, kommen oftmals von noch älteren Fahrzeugen und sehen den Sechzehnventiler als einen ehrlichen Sportwagen aus den 80er Jahren. Damit ist keine gemeinsame Basis mit Leuten zu finden, die den Wagen als billigen Gebrauchswagen mit ordentlich Power sehen, mit dem man ordentlich heizen kann. Ich will keinem Forumsteilnehmer unterstellen, seine Leidenschaft für den 16V sei nicht ehrlich. Selbst wenn es so sei, hätte ich nicht das Recht und auch nicht die Absicht ihn deswegen zu verurteilen. Nur sehen die Clubmitglieder mit diesen Personen keine Gemeinsamkeiten und möchten diese deswegen nicht im Club haben. Wenn hier im Forum jemand auftaucht, der an- und ausdauernd von seinem tollen Ford Fiesta erzählt, würdet ihr ihn wohl auch fragen, ob er seine Storys nicht denjenigen erzählen will, die es interessiert.
Dass sich nicht viele Clubmitglieder in Franks Forum registriert haben, hat mit der Entstehungsgeschichte des Forums zu tun. Zu der damaligen Zeit haben Frank und ein paar Kollegen versucht im Clubforum Umgangsformen zu etablieren, die dem Clubvorstand und auch den Clubmitgliedern zuwider waren. Umgangsformen, die das hiesige Forenmanagement in seinem Forum auch unterbindet. Aus diesem Grund war die Mehrzahl der Clubmitglieder auch froh, dass Frank sein Forum gegründet hat und wollte ja nicht riskieren, dass er zurückkommt

. Es lesen auch bei weitem nicht alle Clubmitglieder hier mit. Aus dem Clubvorstand sind es beispielsweise nur 2 aus 6...
Zweimal habe ich auch gelesen, der Club strebe nach Anerkennung von DaimlerChrysler. Und das hörte sich beide male ziemlich vorwurfsvoll an. Eigentlich sehe ich nichts schlimmes daran, von DC anerkannt zu sein, solange man weiß, dass der Club in erster Linie seine Clubmitglieder vertritt und nicht die Firma, die einst das Auto hergestellt hat. Aber ich kann alle beruhigen. Der Sechzehnventiler-Club hat schon vor einigen Jahren festgestellt, dass eine Anerkennung durch DC für den Club nicht wirklich erstrebenswert ist und der Club in seiner Ausrichtung nicht in das Clubkonzept von DC passt.
Dennoch stehen wir mit der Clubbetreuung von DC in Kontakt. Das macht aber auch Sinn, wenn man damit Vorteile für den Club erlangen kann. Wenn man dadurch den Mitgliedern Führungen durch das Museum oder das Classic Center anbieten kann oder man auch mal das Archiv von Mercedes nutzen kann.
Ein Punkt für den ich mich entschuldigen möchte ist der Auftritt Gästen gegenüber auf manchen Treffen. Wenn auch das Treffen in Holland bei Cor letztes Jahr eine negative Ausnahme darstellt gab es aber auch Gründe, Maki und Christian im speziellen nicht überschwänglich zu begrüßen. Aber es ist vollkommen richtig, dass wir uns intensiver um unsere Gäste kümmern müssen und offener auf sie zugehen sollten und dies auch tun werden. Den Hinweis, dass Maki beim Stammtisch West unbeachtet am Tisch saß, kann ich fast nicht glauben. Ich kann mich noch an die Story erinnern, dass der Stammtisch West bei einem der ersten Treffen im gestreckten Tiefflug von Eschweiler nach Neuss zum Siegbert geflogen ist, um den Abend beim Grillen in Siegberts Garten ausklingen zu lassen. Da war Maki meines Wissens auch dabei.
Richtig ist der Vorwurf, dass der Club im Internet eher distanziert und zugeknöpft auftritt. Dies ist sicherlich wahr. Dies wird aber im Vorstand als Problem wahrgenommen und steht in Hann. Münden auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung. Ich persönlich bin der Meinung, dass wir uns diesbezüglich bewegen sollten und bin gespannt, was die Clubmitglieder meinen.
So unausstehlich wie hier manchmal im Forum dargestellt sind die Clubmitglieder aber sicher nicht. Beim Stuttgarter Stammtisch, wo regelmäßig zwei Vorstände anwesend sind, haben wir in den letzten Jahren den einen oder anderen Gast gehabt, der irgendwann gefragt hat, wie er denn nun Clubmitglied werden kann. Denen muss unsere Art offenbar gefallen haben. Ich kann jedem, der die Clubmitglieder nicht persönlich kennt raten, uns erstmal live und in Farbe kennen zu lernen, bevor er sich eine Meinung über uns bildet. Da im Internet nur geschrieben wird, kommen die Persönlichkeiten der Leute leider immer nur bruchstückhaft rüber.
Versteht mich nicht falsch, ich will hier keinen abwerben und keinen dazu „bekehren“ dem Club beizutreten. Ich möchte nur auf das Jahrestreffen vom Club hinweisen, und alle einladen, das schwarz-weiß Bild der 16V-Szene mit ein paar Farbtönen aufzulockern.
In diesem Sinne